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Vögel in der Dunkelheit
Autor: Lew Sulik

Entnervt setzte sich Lieutenant Commander Tannier in seinen Sessel auf der Brücke. Die letzte halbe Stunde hatte er vergeblich versucht Kontakt mit den verschiedenen Behörden auf Bulgur III Kontakt aufzunehmen. Obwohl man von Behörden im eigentlichen Sinne gar nicht sprechen konnte, wurde dieser Euphemismus hier gerne verwendet, um die verschiedenen Verbrecherorganisationen zu bezeichnen, die bestimmte Areale des Planeten beherrschten. Eine echte Administration, geschweige denn eine legitime Regierung gab es auf Bulgur III eigentlich gar nicht.

Tanniers Kontaktversuche waren alle ohne Ergebnis verlaufen. Die einen verweigerten gleich jedes Gespräch, andere wiederum verlangten einen Preis für die gewünschten Informationen. So konnte der Minbari nur hoffen, dass die Teams von Commander Toreen und Lieutenant Lincoln auf dem Planeten mehr Erfolg haben würden.

Nachdenklich stand der Interims-Captain der Katana von seinem Sitz auf und ging Gedankenverloren zu einer freien Konsole der Hauptbrücke. Er rief die Informationen aus der Datenbank auf, die der Katana über diesen Sektor des hiesigen Universums zur Verfügung stand. Nachdenklich betrachtete er einige Zeit die Karte der Region und wandte sich an seinen Wissenschaftsoffizier Dalen Lazarus, der an einer anderen Station gerade seiner Arbeit nachging: „Mister Lazarus, weniger als ein Parsec entfernt befindet sich doch die hiesige Öffnung des cardassianischen Wurmlochs?“

Der Tev'Mekianer nickte zustimmend und entgegnete: „Ja, die Öffnung dieses Wurmlochs konnte vor kurzem von den Wissenschaftlern auf Babylon 5 in diesem Raumgebiet in nächster Nähe zu einem schwarzen Loch lokalisiert werden. Ein Transporter eines Sternenflottenkonvois nach Cardassia Prime hat im Universum der Föderation den dortigen Eingang schon vor mehreren Wochen entdeckt. Nach den vorliegenden Daten kann man davon ausgehen, dass es sich bei beiden Eingängen um dasselbe Wurmloch handelt.“

„Wenn die Logbücher der Iclesia stimmen, hat das Schiff den Asteroidengürtel passiert und dieses System in der ungefähren Richtung des Wurmlochs verlassen. Der Hyperraumsprung erfolgte in unmittelbarer Nähe zu diesem stellaren Phänomen.“, sprach der Minbari seine Gedanken laut aus und fügte hinzu: „Es ist nicht viel, aber das könnte eine Spur sein…“

Der Wissenschaftsoffizier neigte leicht den Kopf und äußerte seine Vermutung: „Ein direkter Zusammenhang ist bisher nicht zu erkennen, aber möglicherweise haben wir bisher etwas übersehen. Möglicherweise sollten wir diese wage Spur weiter verfolgen.“

„Haben sie ihre Forschungen über dieses Wurmloch bereits weitergeführt?“, wollte Tannier von seinem Offizier wissen. Dieser wandte sich zu ihm hin und meinte: „Noch vor wenigen Tagen habe ich einige Daten in der Astrometrie gesichtet. Aber seit wir in diesem Universum sind, konnte ich aufgrund anderer Pflichten meine Nachforschungen leider nicht fortsetzten“

„Ich entbinde sie hiermit von diesen Aufgaben. Versuchen sie mehr über dieses Wurmloch in Erfahrung zu bringen.“, befahl der Minbari. Dalen Lazarus stand sofort von seinem Stuhl auf, bestätigte den Befehl und verließ die Brücke in Richtung Astrometrie. Tannier indes ging zu einer Konsole, an der ein junger Lieutenant die Aufgabe des Flight Control für das Attack Fighter Squadron übernommen hatte. Er hatte neue Befehle für die Staffel.


In einer halsbrecherischen Geschwindigkeit und mit waghalsigen Manövern steuerte Lieutenant Sulik seinen Fighter durch das Asteroidenfeld. Er tauchte tiefer in das Gemenge aus Gesteins- und Eisbrocken ab, manövrierte an mehreren kleineren Felsen vorbei und hielt direkt auf einen großen Asteroiden zu. In einem engen Bogen flog er um den Felsen herum und zog seinen Attack Fighter langsam nach oben und befand sich schnell oberhalb des Asteroidengürtels. Mit einem kurzen Blick auf die Sensoren konnte er erkennen, dass er seinen Wingman weit abgeschlagen hatte und gab durch den Subraumkanal bekannt: „Rot Eins an Rot Zwo. Damit steht es siebzehn zu zwanzig.“

„Rot Zwo an Rot Eins. Ok, der Punkt geht an dich. Aber glaub ja nicht, dass ich dich noch weiter aufholen lasse. Das nächste Mal bist du fällig!“, kam die prompte Antwort von Ian Paice. Gerade als Lew in schallendes Gelächter ausbrach, öffnete sich ein Subraumkanal und das Flight Control der Katana meldete: „Flight Control an Rot Eins. Das Suchgebiet wurde um einen Parsec in Richtung 34-56-78 erweitert. Sobald die Erkundung des Asteroidengürtels abgeschlossen ist Kurs auf diesen Sektor nehmen und absuchen.“

„Rot Eins an Flight Control. Verstanden. Rot Eins Over.“, bestätigte der Squadron Leader den Befehl. Er schmunzelte etwas, denn sie hatten die Suche mit den zusätzlichen Sensorbehältern unter den Tragflächen im Asteroidengürtel seit gut einer Stunde erfolgreich abgeschlossen und nichts Nennenswertes gefunden. Aber das mussten diese Eierköpfe auf der Brücke ja nicht wissen, denn die verbliebene Zeit hatten sie für mehr oder weniger sinnvolle Trainingseinheiten und gelegentlichen Wettflügen genutzt. Sie waren ja in letzter Zeit Aufgrund der Missionen der Katana kaum zu den regulären Trainingsflügen gekommen. Lew öffnete einen Subraumkanal und gab seinem Squadron die neuen Befehle durch: „Rot Eins an Alpha Zwanzig. Zu mir aufschließen um nach 34-56-78 abzudrehen.“


Gemeinsam mit seinem Team, bestehend aus zwei Sicherheitsoffizieren und zwei Crewmitgliedern der Whitestar XVII betrat Lieutenant Lincoln eine Bar auf Bulgur III. Kaum hatte er die Schwelle der kleinen Tür übertreten, blieb er unwillkürlich stehen. Eine stickige und miefig riechende Luft schlug ihm entgegen und seine Augen mussten sich erst an das dämmrige Licht in dem Etablissement gewöhnen.

Vor kurzem erst waren sie in diese Stadt auf einem der südlichen Kontinente gebeamt. Es war ihnen gelungen einen Kontakt zu dem hier herrschenden Syndikat aufzunehmen und waren auf diese Bar verwiesen worden. Hier sollte sich ihnen ein Mann zu erkennen geben, der ihnen angeblich die gewünschten Informationen liefern konnte.

Seine Begleiter gingen an ihm vorbei und stellten sich neben ihn und schauten sich genau wie er langsam in der Bar um. Es handelte sich um ein altes, verwinkeltes Kellergewölbe, das verschiedene kleine Nischen aufwies. Einige wenige Lampen an den Wänden und Decken boten nur spärlich Licht. Offenbar bevorzugten die Gäste hier ein Halbdunkel, das eine gewisse Illusion der Sicherheit und der Diskretion erzeugte.

Wie ihnen ihr Kontakt zuvor empfohlen hatte, setzten sie sich an einen Runden Tisch in einer der Nischen und bestellten bei der Kellnerin unter anderem einen Lomaki’Te Cocktail. Lincoln, der in seiner Zeit als Offizier schon das ein oder andere mal mit einer Undercover Mission zu tun hatte, vermutete dass es sich bei der Bestellung um eine Art Codewort oder Nachricht handelte. Irgendjemand würde durch diese Bestellung wissen, dass sie hier waren.

Aber genau das machte ihm auch einwenig Sorgen. Da Lincoln der ganzen Sache nur bedingt traute, hatte er zuvor angewiesen, die Waffen bereit zu halten. So waren nun unter ihrem Tisch fünf Handfeuerwaffen schussbereit, falls es sich hier um eine Falle handeln sollte. Man konnte ja nie wissen.


„Also fassen wir noch einmal zusammen was wir über dieses Wurmloch wissen.“, meinte Lieutenant Commander Lazarus zu Rahel Goldzweig, die gemeinsam mit ihm in der Astrometrie die Untersuchung dieses Phänomens fortsetzte: „Das Wurmloch wurde gegen Ende des Dominionkrieges von den Cardassianern und dem Dominion geschaffen um eine Verbindung zum Territorium des Dominions im Gamma-Quadranten herzustellen. Die Cardassianer konnten das Wurmloch zwar konstant halten, jedoch nicht ausreichend stabilisieren. Sie versuchten bis zum Ende des Krieges eine stabile Passage zu ermöglichen, was ihnen offensichtlich misslang. Aus uns unbekannten Gründen öffnete sich dieses Wurmloch jedoch nicht im Gamma-Quadranten, sondern im hiesigen Universum in direkter Nachbarschaft zu diesem schwarzen Loch. Den Cardassianern und dem Dominion war nie bewusst, dass sie eine Verbindung zu einem anderen Universum hergestellt hatten.“

„Sind irgendwelche Versuche der Cardassianer bekannt, das Wurmloch zu durchqueren?“, unterbrach die junge Kadettin den Wissenschaftsoffizier. Dieser schüttelte andeutungsweise den Kopf und entgegnete: „Es wurde nie versucht, ein Schiff durch das Wurmloch zu fliegen. Dazu ist das Wurmloch in der Mitte der Passage zu instabil. Sie haben lediglich mehrere Sonden in das Wurmloch entsendet, zu denen meist jedoch sehr schnell der Kontakt abbrach. Auf diese Weise müssen sie über zwanzig Sonden verloren haben.“

„Möglicherweise ist einigen, oder wenigstens einer dieser Sonden, die Durchquerung gelungen. In diesem Fall könnte in der Nähe des hiesigen Ausgangs eine cardassianische Sonde zu finden sein.“, spekulierte die Kadettin. Lazarus nickte und meinte dann: „Und die Auswertung einer solchen wissenschaftlichen Sonde könnte uns bestimmt aufschlussreiche Daten bieten und vielleicht so einige Antworten auf unsere Fragen liefern.“

Rahel Goldzweig lächelte und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück: „Jetzt müssen wir ja nur noch so eine Sonde finden.“ - „Ich informiere Lieutenant Commander Tannier, dass wir wissen, wo nach das Squadron Ausschau halten sollte.“


„Jetzt warten wir schon mehr als zwanzig Minuten!“, beschwerte sich Lieutenant Mollders und drehte gelangweilt sein leeres Glas im Kreis. Tatsächlich war seit der Bestellung nichts erwähnenswertes Geschehen. Die Kellnerin hatte ihnen wortlos die Getränke hingestellt und sich um die anderen Gästen gekümmert. Ansonsten hatte bisher niemand versucht mit ihnen in Kontakt zu treten.

Ungeduldig tippte Lieutenant Lincoln mit den Fingern auf den Tisch. Ob irgendetwas schief gelaufen war? Vielleicht war ihr Kontaktmann gar nicht hier. Möglicherweise lies man sie aber auch absichtlich warten. In solchen Kreisen gab ganz eigene Spielregeln, die es zu beachten galt. Darum beschloss er, noch etwas weiter zu warten: „Wir bleiben hier. Früher oder später wird sich jemand zu erkennen geben.“

Kaum hatte Lincoln dies ausgesprochen, kam jemand auf sie zu. Im fahlen Licht war er erst nicht zu erkennen. Als er näher an ihren Tisch trat, konnten sie seine bläuliche Hautfarbe, und seine langen, speckigen Haare erkennen. Er trug einen abgegriffenen Ledermantel und sah auch sonst sehr ungepflegt aus. Ohne auch nur ein Wort zu verlieren, setzte er sich an ihren Tisch, nahm einen Schluck aus seinem Glas und lehnte sich an den Tisch: „Sie wollen also Informationen über die Iclesia?“

„Korrekt.“, entgegnete Lincoln und fragte ohne Umwege: „Wissen sie was das Schiff hier gemacht hat? Was wissen sie über ihre Abreise?“

„Nicht so schnell!“, wandte der Mann ein und lehnte sich demonstrativ lässig in seinem Stuhl zurück: „Erst müssen wir über den Preis für diese Information verhandeln. Nichts ist umsonst mein Freund, außer vielleicht der Tod, und der Kosten ja bekanntlich das Leben!“


Der Diensthabende Pilot der Everest, Lieutenant Anderson konnte bereits einige der Attack Fighter durch die Bugfenster des Runabouts erkennen. Auf den Anzeigen der Sensoren war auch bereits das Objekt zu sehen, aufgrund dessen sie hier her geschickt wurden. Eine cardassianische Wissenschaftssonde trieb dort im All und einer der Fighter zog beständig einen Kreis um das technische Gerät, um das Areal für die Everest zu markieren.

„Runabout Everest an Alpha Zwanzig. Wir nähern uns jetzt der Sonde. Gehen sie auf Sicherheitsabstand und nehmen sie Wartepositionen ein.“, befahl Lieutenant Anderson, nachdem er einen Subraumkanal zum Squadron geöffnet hatte. Die Antwort kam sofort: “Rot Eins an Everest. Bestätigt“

Während die Attack Fighter noch abdrehten und sich in einer Warteposition begaben, nahm Anderson direkten Kurs auf die Sonde und drosselte nach und nach die Geschwindigkeit. Als sie nur noch wenige tausend Meter von dem Objekt entfernt waren, glich er die Eigengeschwindigkeit und den Kurs des Runabout an die der Sonde an bis sie Relativgeschwindigkeit null erreicht hatten. Anschließend wandte er sich an Fähnrich Nabil: „Beginnen sie mit der Standart Sensor Abtastung!“

Der Fähnrich bestätigte knapp den Befehl und tat wie ihm geheißen. Nur wenige Sekunden später konnte Anderson die gewünschten Informationen auf dem Display ablesen. Er nickte zufrieden und meinte: „Gut, die Antriebssysteme der Sonde sind inaktiv, keine Schäden zu erkennen. Wir sollten keine großen Probleme bekommen. Sicherheitshalber sollten wir aber trotzdem ein Kraftfeld der Klasse eins im Frachtraum errichten, bevor wir die Sonde herüber beamen.“

Anderson bediente die Konsole, führte einige Prozeduren aus, gab Nabil mehrere Anweisungen und zehn Minuten später konnten sie die Sonde an Bord beamen. Nachdem sie den Beamvorgang abgeschlossen und die Fracht gesichert hatten, öffnete Anderson ein weiteres Mal einen Subraumkanal an das Squadron: „Everest an Rot Eins. Bergungsmission erfolgreich abgeschlossen. Wir kehren zur Katana zurück.“


Von seinem Cockpit aus, beobachtete der Squadron Leader wie das Runabout langsam in Richtung Bulgur III verlies. „Rot Eins and Everest Verstanden. Over“, bestätigte Lew die Nachricht und öffnete einen neuen Kanal zur Katana: „Rot Eins an Flight Control. Bergungsmission abgeschlossen. Warten auf weitere Befehle.“

„Flight Control an Rot Eins. Setzten sie die Suche im Gebiet fort und kehren sie nach Abschluss der Mission zur Katana zurück.“, kam wenig später die Order von der Katana. Lew wollte seinem Squadron gerade Anweisungen geben als ein helles, gleißendes Licht die Region des Weltalls erfüllte. Der Pilot kniff die Augen zusammen bevor sich sein Helmvisier verdunkeln konnte und schaute in Richtung der Lichtquelle. Ein riesiger Strudel hatte sich im Weltall gebildet. Nach einem kurzen Blick auf die Sensoranzeigen wusste Lew, dass sich das Wurmloch geöffnet hatte.

Die Sensoren bestätigten auch, was er bereits mit bloßem Auge hatte erkennen können. Unbekannte Flugobjekte verließen das Wurmloch und steuerten auf das Squadron zu. Der Bug dieser Fluggeräte ähnelte dem Kopf eines Raubvogels und auch die Tragflächen, die sich in einem Bogen um den Rumpf zogen, erinnerten entfernt an die Schwingen eines Vogels. Im Bug selbst leuchtete ein rotes Licht auf das gleichmäßig hin und her schwang. Sofort gab er neue Befehle für sein Team aus: „Rot Eins an Alpha Zwanzig. Sofort Formation einnehmen. Waffenbereit halten.“

Kurz nachdem er seine Anweisungen gegeben und sein Squadron die Befehle ausgeführt hatte, eröffneten die raubvogelartigen Shuttles das Feuer. Augenblicklich ging die Staffel zum Gegenangriff über: „Rot Eins an Flight Control. Wir werden angegriffen und erwidern das Feuer. Rot Eins an Everest. Verschwinden sie so schnell wie möglich von hier!“

„Rot Vier an Zwanzig Alpha. Sie Feuern mit Projektilwaffen. Schilde halten stand.“, hörte Lew einen seiner Kameraden über den Subraumkanal. Tatsächlich hatten die Projektilwaffen keinerlei Auswirkung auf die Schilde der Atttack Fighter. Allerdings waren ihre Gegner in Sachen Wendigkeit mindestens Ebenbürtig. Da ihre Schiffe aber nicht durch Schilde geschützt wurden, genügten nur wenige Phasersalven um sie zu vernichten.

Lew hatte gerade einen weiteren dieser Schiffe abgeschossen, als er bemerkte, dass sich einer hinten an ihn heran gehängt hatte. Sofort drehte er mit seiner Maschine nach Backbord weg und brach in die Tiefe des Alls aus. Ein kurzer Blick auf die Sensoren informierte ihn, dass sein Gegner eine Rakete auf ihn abgefeuert hatte. Wenige Sekunden später spürte er eine starke Erschütterung und einen lauten Knall.

„Verdammt, das war aber harter Tobak.“, grummelte Lew, denn für den Bruchteil einer Sekunde hatte die Explosion der Rakete die Schilde stark belastet. Zwar hatten die Schilde standgehalten, aber noch mehr solcher Treffer könnten unangenehme Folgen haben. Als er mit seinem Fighter weiter abgetaucht war, hatte sein Wingman Ian bereits seine Verfolger abgeschossen und er konnte sich wieder eines anderen Gegners annehmen.

Als er aber einweiteres Mal die Sensoren konsultierte, bemerkte er, dass immer mehr dieser feindlichen Objekte aus dem Wurmloch kamen. Wieder gab er neue Anweisungen: „Rot Eins an Alpha Zwanzig: Es sind zu viele. Damit werden wir nicht fertig. Rückzug! Auf Maximum Warp gehen und zur Everest aufholen.“

Als sie sich auf der Höhe des Runabout befanden und sie eine Verschnaufpause hatten, nahm sich der Squadron Leader die Zeit um die Sensorlogs genauer zu sichten. Er erkannte, dass die feindlichen Flugobjekte technisch um einiges Unterlegen waren. Nicht nur dass sie hauptsächlich mit Projektilwaffen ausgestattet waren, sie verfügten nicht über Warpantrieb sondern lediglich über einen Raketenantrieb. Im Nahkampf waren sie zwar durch ihre Wendigkeit kein leichtes Ziel, jedoch ohne Schilde nicht ausreichend gegen Phaserfeuer und Quantentorpedos geschützt. Lediglich ihre Raketen konnten einen leichten Schaden anrichten, wenn sie in großer Anzahl auf die Schilde abgefeuert wurden.

„Rot Eins an Flight Control. Wir ziehen uns zur Katana zurück. Gegner hat Verfolgung aufgenommen. Bereiten sie sich vor, wir müssen eine neue Verteidigungslinie bei Bulgur III errichten.“, meldete Lew der Katana. Der junge Lieutenant der das Flight Control übernommen hatte, antwortet hörbar erstaunt: „Flight Control an Rot 1. Aber…“

„Halten sie die Schnauze und tun sie was ich gesagt habe!“, unterbrach ihn der Squadron Leader wütend: „Es sind zu viele, als das wir alleine mit ihnen fertig werden! Wir brauchen die Katana und die Whitestar XVII.“