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Katana:Log 210
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{{Logbuch | Log = 210 | Staffel = 21 | Autor = Mark de Boer | Autor 2 = Lew Sulik | Titel = CSI Gemini | Sternzeit = 61.892,5 (21.11.2384, 19:00 Uhr) â 61.908,6 (27.11.2384, 16:00 Uhr) | Inhalt = âComputerlogbuch der USS Katana, Captain Andersson, Sternzeit 61.892,5. Die Reparaturen der Katana stehen kurz vor der Fertigstellung. Die notwendigen Arbeiten haben sich dann doch als umfangreicher als zunĂ€chst gedacht herausgestellt. Einige Sektionen und Decks mussten komplett ausgetauscht werden. Insbesondere im unteren Bereich war vieles nicht mehr zu reparieren und musste komplett neu aufgebaut werden. In Anbetracht dieser katastrophalen SchĂ€den kommt die Leistung meiner Crew einem Wunder gleich. Lange Zeit ohne echte UnterstĂŒtzung professioneller Wartungsteams haben sie das Schiff von Grund auf renoviert. Dabei gibt es keinen Mannschaftsbereich, der nicht tatkrĂ€ftig mit angefasst hat. Ich muss insbesondere Commander Krann ein groĂes Lob aussprechen. Sie hatte bei der Einteilung der Mannschaft ein gutes HĂ€ndchen und konnte so die Motivation hochhalten. Mittlerweile ist das Trockendock mit einer regulĂ€ren Mannschaft ausgestattet, so dass meine Crew sehr entlastet wird. Counselor Prehja bespricht derzeit mit jedem die individuelle Ausgestaltung der Kabinen. Hier nutzen wir die Chance des Moments. Captain Andersson Ende.â Der lange DĂ€ne nahm einen Schluck des Synthehols und genoss die WĂ€rme, die sich in ihm ausbreitete. Dann nahm er eines der PADDs zur Hand, die ihm Seeta auf den Tisch gelegt hatte. âHöchste PrioritĂ€t!â leuchtete auf jedem in groĂen Buchstaben. Er aktivierte die Datei und sah eine lange Liste von Tischdekors mit vielerlei Details. Er zog die Augenbrauen kraus und wĂ€hlte ein anderes PADD. Er scrollte durch die Datei und sah eine Auswahl diverser Gerichte, die in unzĂ€hligen Kombinationen zusammengestellt waren und immer neue MenĂŒs bildeten. Seeta hatte bei der Liste peinlichst genau darauf geachtet, dass jeder Gast etwas fĂŒr ihn Köstliches vorfand. Garrick schwirrte schon nach wenigen Minuten der Kopf, und er legte das PADD zur Seite. âComputerlogbuch der USS Katana, Captain Andersson, Zusatzeintrag. Neben der Aufgabe, den Wiederaufbau der USS Katana zu ĂŒberwachen und zu leiten, gibt es ein weiteres GroĂprojekt. Seeta und ich haben uns entschlossen, endlich zu heiraten. Und nun stecken wir voll in den Vorbereitungen. Seeta scheint richtig darin aufzugehen. Jede freie Minute durchforstet sie Datenbanken und macht sich Gedanken, was sich noch verbessern lieĂe. Um ehrlich zu sein, bin ich echt froh, wenn die Hochzeit vorbei ist.â Er ĂŒberlegte kurz. âComputer, streiche den letzten Satz. Ich freue mich auf die Hochzeit, aber die zusĂ€tzlichen Aufgaben sind schon sehr stressig. Captain Andersson Ende.â ---- âNicht schlecht, Herr Specht!â, kommentierte Lew Sulik bewundernd den Anblick, als er zusammen mit Mark de Boer und Manoel Ramirez durch den Hangar der USS Kosciuszko ging. Sie folgten dem Sicherheitschef und Leiter der Taktikabteilung des Schiffes Commander Edward R. Lee sowie Wing-Commander Morgan Cracket auf einer Besichtigungstour durch das Schiff. Insbesondere die Shuttlebay mit den beiden Attack-Fighter-Geschwader aus Spitfire- und Azrael-Klassen interessierten die vier Besucher von der Katana. Solange die Sternenflotte noch ĂŒber keine eigens entwickelten Fighter-TrĂ€ger verfĂŒgte, waren die Schiffe der Akira-Klasse fĂŒr diese Aufgabe vorgesehen. Aufgrund der durchgehenden Hangardecks auf zwei Ebenen von Heck bis Bug war das Schiff von allen bestehenden Schiffstypen am besten dafĂŒr geeignet. Durch jeweils eine Ăffnung am Bug und am Heck waren gleichzeitige Starts und Landungen von Staffeln und Geschwader möglich, und durch einen Umbau hatte man genug Platz fĂŒr zwei Geschwader schaffen können. Auch viele Entwicklungen und Errungenschaften, die durch den Feldversuch auf der Katana entstanden waren, hatten Einfluss auf den Umbau der Akira-Klasse zum JagdtrĂ€ger gehabt. âHier sehen Sie die 3-Punkt-Halterungen und das Lifting-System.â, erklĂ€rte Lieutenant-Commander Cracket, als sie vor einer Gruppe von Spitfires standen: âEs handelt sich um dieselbe Technik wie bei Ihnen auf der Katana. Nur dass wir hier ausreichend Platz haben, die JĂ€ger in Vierer-Einheiten zu gruppieren und fĂŒr jede Vierer-Gruppe eine Reparaturbox bereitzustellen. Damit können auch gröĂere Reparaturen direkt am Standort ausgefĂŒhrt werden.â Nun ĂŒbernahm Commander Lee die weiteren ErklĂ€rungen: âWir mĂŒssen also nur noch fĂŒr schwerwiegende SchĂ€den den jeweiligen Fighter in einen speziellen Reparaturbereich bringen. Dieser befindet sich auf der zweiten Ebene des Hangars, also ein Deck direkt unter dem Flugdeck. Auch hier sparen wir Zeit, da wir das Lifting-System so erweitert haben, dass jeder Fighter durch eine Klappe direkt eine Ebene nach unten gefahren werden kann.â Die drei Offiziere der Katana im Gefolge der beiden Kosciuszko-Offiziere gingen weiter und lieĂen sich jede Einrichtung der Attack-Fighter-Abteilung des Schiffes zeigen. Darunter etliches Bekanntes von der Katana, aber auch sehr viele Weiterentwicklungen und Neuerungen. Dabei ergingen sich die fĂŒnf Offiziere immer wieder in Fachsimpel um Technik und Organisation, bis sie endlich in der Flugleitzentrale angekommen waren. Es handelte sich dabei um eine wesentliche Erweiterung des Towers einer jeden Shuttelbay. Die der Kosciuszko Ă€hnelte fast einer kleinen SchiffsbrĂŒcke mit einem groĂen Hauptmonitor fĂŒr taktische Darstellungen sowie mehreren Konsolen, von denen aus die einzelnen Staffeln oder Geschwader geleitet werden konnten. An einer zentralen Hauptkonsole saĂ, einem Captain nicht unĂ€hnlich, der Flight-Commander, um in Abstimmung mit der BrĂŒcke den Einsatz der Attack-Fighter zu koordinieren. All dies wirkte noch um einiges professioneller als die provisorischen Einrichtungen auf der Katana. âUnglaublich! Genau so, wie es sein sollte!â, lobte Lew das Gesehene und Mark pflichtete ihm bei: âJa, ich wĂŒrde mal liebend gerne unter diesen Bedingungen einen Einsatz fliegen...â âNun... möglicherweise können Sie das bald.â, ĂŒberlegte Lieutenant Commander Lee etwas laut und meinte dann zu seinem Kollegen Ramirez von der Katana: âIn einigen Tagen planen wir ein Manöver zusammen mit der Von Steuben bei der Angriff und Abwehr von Attack-Fightern simuliert werden sollen. Wenn Sie erlauben, lade ich Ihre beiden Staffeln herzlich zu diesem Training ein.â Beide Piloten, die schon lange nach TrainingsflĂŒgen lechzten, schauten ihren Taktikoffizier mit groĂen Augen an, als wĂ€ren sie Kinder, die eben zum Spielen in einem Spielwarenladen eingeladen worden waren. Noch bevor sie zu Betteln anfangen konnten, gab Manoel seine Zustimmung: âEinverstanden. Ich möchte dann gerne als Beobachter bei diesem Manöver dabei sein. Die Erfahrungen und Erkenntnisse daraus können uns nur von Nutzen sein.â ---- Captain Alizondo saĂ in seinem BĂŒro und tippte ungeduldig mit seinem Zeigefinger auf den Tisch. Die Situation gefiel ihm gar nicht. Noch weniger gefiel ihm die Aussicht, was diese Situation womöglich implizierte. So hatte er sich seinen Einstand als stellvertretender Befehlshaber fĂŒr die Gemini-Flottille nicht vorgestellt. Der TĂŒrsummer erklang und riss ihn aus seinen Gedanken. âHerein!â, rief er. Die TĂŒr glitt auf, und Garrick trat ein. Er reichte dem Chef der Station die Hand. âEthan. Wie geht es Ihnen?â âGut soweit. Wie ich höre, sind die Reparaturen an der Katana fast abgeschlossen?â âJa, ich denke, wir werden in zirka einem Monat den Stapellauf haben. Es war ja jetzt auch eine lange Phase ohne Schiff. Nehmen Sie es mir bitte nicht ĂŒbel, aber ich bin froh, wenn ich die Station verlassen kann.â Beide MĂ€nner lachten, aber dann wurde Alizondo ernst. âNun ja, momentan bin ich ganz froh, dass Ihr Schiff noch nicht fliegt.â Andersson runzelte die Stirn. âWie soll ich das denn verstehen? Ich war bereits ein wenig ĂŒberrascht von Ihrer kryptischen Mitteilung. Um was geht es denn?â Alizondo hob die Hand. âEinen Moment Geduld bitte noch.â Er betĂ€tigte einige Tasten an seinem Schreibtisch. âSo, jetzt ist dieser Raum abhörsicher. Garrick, ich muss Ihnen etwas zeigen.â Gemeinsam gingen Sie zu einer Kommode. Alizondo zog die oberste Schublade heraus. Darin lag zusammengefaltet ein brauner Umhang, dazu ein rohrĂ€hnlicher Gegenstand von etwa 15 cm LĂ€nge und eine Brosche. âHaben Sie diese GegenstĂ€nde schon einmal gesehen, Garrick?â, fragte Ethan seinen Kollegen. âSie kommen mir vage bekannt vor, aber ich kann sie nicht einordnen.â Der DĂ€ne griff nach dem Umhang und breitete ihn aus. Nachdenklich betrachtete er ihn. Es war ein Ă€rmelloser Umhang aus einem karierten Stoff und lederĂ€hnlichen Schulterpartien. Dann schĂŒttelte Garrick den Kopf und legte ihn zur Seite. Dann nahm er die Brosche in die Hand. âIch habe das schon einmal gesehen. Aber ich weiĂ beim besten Willen nicht, woher.â Er legte die Brosche wieder in die Schublade. Als er nach dem Rohr greifen wollte, warnte ihn Alizondo: âPassen Sie auf damit. Das ist nicht so harmlos, wie es aussieht.â Vorsichtig griff Garrick danach und besah sich das Rohr. Er entdeckte einen Schalter und sah Ethan an. âDarf ich da draufdrĂŒcken oder fliegt dann alles in die Luft?â âGanz so schlimm ist es nicht, aber halten Sie das Rohr lieber senkrecht.â Andersson hielt das Rohr von sich weg, und auch Alizondo machten einen kleinen Schritt zur Seite. Als Garrick schlieĂlich den Schalter betĂ€tigte, wurde aus dem kurzen Rohr ein zwei Meter langer Stab. Sein Gesicht erhellte sich. âJetzt weiĂ ich es. Das hier ist ein DennâBok, ein Kampfstab der Anla'Shok, der Rangers. Und diese Brosche ist deren Abzeichen und der Umhang gehört auch einem Ranger.â Alizondo nickte. âJa, genau. Und genau das ist das Problem.â Er drehte sich um und ging zu seinem Schreibtisch. Garrick fuhr den Stab wieder ein und legte ihn zu den anderen Sachen. Als die beiden wieder am Schreibtisch saĂen, rĂ€usperte sich der Stationschef. âDiese Sachen wurden bei einem SchwarzhĂ€ndler aufgegriffen, der sie offenbar an einen Sammler verkaufen wollte.â âDer Handel mit GegenstĂ€nden aus anderen Universen unterliegt strengen Kontrollen, insbesondere der mit fremden Uniformen und Waffen. Ich nehme an, der SchwarzhĂ€ndler konnte nichts dergleichen vorweisen?â âNatĂŒrlich nicht.â âDann ist der Fall doch klar. Warum diese GeheimniskrĂ€merei?â âEr ist nur die Spitze des Eisberges. Es ist schon mehrfach gelungen, illegale Ware aus insgesamt zwei verschiedenen Universen zu beschlagnahmen, aber bislang konnten wir nie jemanden dafĂŒr festnehmen. Dies ist das erste Mal, dass uns das gelungen ist. Und auch wenn er weit davon entfernt ist, der Kopf der Band zu sein, hat er aber doch immerhin vielleicht genug Wissen ĂŒber die HintermĂ€nner.â âJa, das klingt gut. Die Spezialisten sollen ihn verhören.â Garrick machte eine Pause und sah seinen GegenĂŒber prĂŒfend an. âEthan, dies ist sicherlich ein interessanter Wirtschaftsfall und leider einer der unschönen Dinge, die im Zuge unserer Entdeckungen passieren. Aber warum kommen Sie damit zu mir? Weder bin ich Ermittler noch kenne ich irgendwelche Leute aus dem Milieu.â âNein, Garrick, das ist auc nicht der Grund, weshalb ich Sie hergebeten habe.â Alizondo rĂŒckte ein wenig unwohl auf seinem Stuhl hin- und her und nestelte umstĂ€ndlicher als nötig an seiner Tasse. âDer SchwarzhĂ€ndler war bis zu einem gewissen Grad bereit, mit uns zu kooperieren. Im Gegenzug verbringt er fĂŒnf Jahre in einem Straflager auf Neuseeland.â âUnd was hat er nun berichtet?â âDie MĂ€nner, von denen er die Ware erhĂ€lt, sollen Mitglieder der Sternenflotte sein!â Totenstille breitete sich im Raum aus. Garrick war mitten in der Bewegung verharrt und bewegte sich eine ganze Weile nicht. Dann verdĂŒsterte sich sein Gesicht, und er sprang auf. âEr beschuldigt also mich und mein Schiff? Dieser kleine PiâŠâ âNein, nein, Garrick. Beruhigen Sie sich. Er hat Sie nicht beschuldigt.â Der lange DĂ€ne beruhigte sich ein wenig und setzte sich wieder. âGarrick, wir wissen, dass Ihr Schiff mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun hat. Sie waren noch auf dem Planeten gestrandet, als uns die ersten FundstĂŒcke in die HĂ€nde fielen. Und auch jetzt ist Ihre MobilitĂ€t nicht gerade ausreichend, um so etwas durchzuziehen. Wir wissen also mit Sicherheit, dass Ihre Crew es nicht war. Aber damit hört unser Wissen praktisch schon auf.â Alizondo stand auf und ging ein paar Schritte zum Fenster. âDer SchwarzhĂ€ndler konnte uns keine Personenbeschreibungen geben. Alle Kontakte fanden anonym oder ĂŒber tote BriefkĂ€sten statt. Das bedeutet, es könnte theoretisch jeder aus dem Gemini-Verband sein. Wir kennen keine RĂ€nge, keine Namen, keine Beschreibungen, keine Schiffe, nichts.â Er schnaubte voll hilfloser Wut. âUnd glauben Sie dem Mann?â âIch habe meine Bedenken, aber der Verhörspezialist Jon Savarro bestĂ€tigte, dass die Geschichte zumindest einen wahren Kern enthĂ€lt. Und das ist genug, dass ich dem nachgehen muss.â Garrick hob die Hand. âIch ahne, worauf das hinauslĂ€uft. Weil mein Schiff das einzige ist, das sauber ist, sollen wir intern ermitteln. Gegen unsere Freunde und Kollegen. Und das alles nur auf die windige Aussage eines Kriminellen, der ohnehin nichts mehr zu verlieren hat?â Ethan legte seinem Kollegen beruhigend die Hand auf den Unterarm. âIch weiĂ, dass das eine groĂe Aufgabe ist und kein kleiner Gefallen. Ich wĂŒrde den Fall liebend gern an irgendeine zustĂ€ndige Stelle in San Francisco abschieben. Nicht nur, dass ich riskiere, dass der frisch gegrĂŒndete Gemini-Verband zerbricht, sei es wegen der Tat oder den Ermittlungen, nein, ich riskiere auch meinen Ruf, indem ich mich dem möglichen Vorwurf aussetze, womöglich unliebsame Ergebnisse vertusche oder sogar darin verstrickt zu sein. Wenn es nach mir ginge, wĂŒrde morgen hier eine Kompanie Ermittler anrĂŒcken und hier alles auf den Kopf stellen, bis die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Nur leider sind der Krieg und seine Folgen immer noch nicht verschwunden. Es gibt so viele Verbrechen, die aufgeklĂ€rt werden mĂŒssen, und so wenige Ermittler, dass dieser hier keine PrioritĂ€t besitzt. Gleichzeitig ist er aber auch zu wichtig, um einfach beiseitegeschoben zu werden. Immerhin belastet diese AffĂ€re die Beziehungen zu unseren neuen Partnern in den benachbarten Universen. Um es kurz zu machen: Die Kompanie wird nicht kommen. Neben dem Verhörspezialisten wird ein Mitglied des Generalinspekteurs herkommen und die Untersuchungen leiten. Ein gewisser Allister McBride. Er soll ein gewiefter Ermittler und Beobachter sein, der ihn landlĂ€ufig schon den Spitznamen Sherlock einbrachte. UnterstĂŒtzt werden die beiden von einem Sicherheitsteam der Station und einem Team von Ihnen. Mehr kann ich Ihnen aktuell leider noch nicht mitteilen. Die beiden werden heute Abend in der Station erwartet. Sie werden Ihnen dann alle weiteren Informationen mitteilen.â Die beiden Captains gaben sich ein wenig steif die Hand. âHaben Sie noch Fragen?â âMir gefĂ€llt die ganze Sache nichtâŠâ âGarrickâŠâ, unterbrach ihn Alizondo sofort, wurde aber mit einem Handzeichen vom DĂ€nen zum Schweigen gebracht. âWie gesagt, es gefĂ€llt mir nicht, gegen meine Kollegen und Freunde ermitteln zu mĂŒssen. Noch weniger gefĂ€llt es mir, was dieser Kriminelle unterstellt, nĂ€mlich, dass meine Freunde und Kollegen Gesetzesbrecher sind. Aber noch weniger wĂŒrde es mir gefallen, wenn ich nichts tun wĂŒrde und sich die Geschichte hinterher als wahr herausstellen sollte. Dann mĂŒsste ich mich nĂ€mlich fragen, warum ich Verbrecher nicht dieses Mal auch mit der vollen Energie verfolgt habe. Ich werde also mein Möglichstes tun und hoffe instĂ€ndig, dass am Ende meiner BemĂŒhungen herauskommt, dass dieser HĂ€ndler nur gelogen hat, um seinen erbĂ€rmlichen Hals zu retten.â Er drehte sich um und verlieĂ Alizondos BĂŒro. ---- Die zwei Gestalten lösten sich aus dem Schatten, als ihre GeschĂ€ftspartner die dunkle Gasse zum Hinterhof durchquerten. Sie schritten langsam auf die beiden zu, stĂ€ndig bedacht, kein gemeinsames Ziel abzugeben. Sie blieben etwa vier Schritte vor den Neuankömmlingen stehen. Sie waren etwa zwei Köpfe gröĂer und wirkten in ihren Bewegungen und Staturen Ă€uĂerst roh und brutal. Die beiden anderen wirkten geradezu schmĂ€chtig, aber nichts desto trotz unheimlich. Sie hatten dunkle UmhĂ€nge mit Kapuzen an, die sie sich tief ins Gesicht gezogen hatten. Die UmhĂ€nge schienen ununterbrochen zu flattern, so dass der Eindruck entstand, die beiden Figuren wĂ€ren stĂ€ndig in Bewegung und wĂŒrden darĂŒber hinaus noch einige Zentimeter ĂŒber dem Boden schweben. Eine Weile blieben jeder, wo er war. SchlieĂlich trat einer der beiden kleineren MĂ€nner vor. âWer seid ihr? Wo ist unser Kontaktmann?â Der gröĂere der beiden HĂŒnen schnaubte und murmelte etwas UnverstĂ€ndliches. Dann war er dem Vorderen einen Datenkristall zu, der diesen sofort scannte, und meinte: âDer ist etwas zu unvorsichtig geworden. Und ihr wisst ja⊠Man kann ja nicht vorsichtig genug sein.â Mit einer schnellen Bewegung war er bei dem vorderen Mann und griff nach seiner Kapuze. Doch ein unheilvolles Sirren lieĂ ihn innehalten. Der Angegriffene hatte eine blĂ€ulich leuchtende Klinge aus dem Ărmel gezogen und drĂŒckte die Spitze direkt oberhalb des Bundes gegen den Bauch des Riesen. âZieh die Kapuze zurĂŒck, und ich werde dir die Haut in Streifen abziehen.â Der Angreifer bewegte sich nicht, und so vernahm er wenige Momente spĂ€ter das vertraute GerĂ€usch einer Energiewaffe wahr, die geladen und auf ihn gerichtet war. Der zweite Mann im Umhang hatte eine Waffe gezogen. âDu hast gehört, was mein GeschĂ€ftspartner gesagt hat.â Der HĂŒne lieĂ die Kapuze los und trat ein paar Schritte zurĂŒck. Sein Begleiter hatte sich die ganze Szenerie interessiert angesehen, aber nicht eingegriffen. âWenn Sie jetzt genug Spielchen gespielt haben, lassen Sie uns endlich zum GeschĂ€ft kommen.â Zum Beweis holten die beiden MĂ€nner zwei mittelgroĂe, verschnĂŒrte Stoffpakete aus ihren UmhĂ€ngen. In den nachfolgenden Minuten wechselten die Pakete sowie mehrere Streifen Latinum die Besitzer. âImmer wieder eine Freude GeschĂ€fte mit Ihnen zu machen, meine Herren. Nur lassen Sie das nĂ€chste Mal das Testosteron zuhause.â Langsam gingen die bemĂ€ntelten einige Schritte rĂŒckwĂ€rts und verschwanden dann in der Gasse und aus den Augen der beiden zurĂŒckbleibenden MĂ€nner. âAmateure!â, knurrte der der GröĂere von beiden. âIch hĂ€tte ohne MĂŒhe beide erledigen können.â âIch weiĂ. Und spĂ€ter ist dafĂŒr auch noch genug Zeit. Aber erst mal bringen sie uns erstklassige Waren.â Jeder schnappte sich ein Paket und verschwand in der Dunkelheit des Hinterhofes. ---- Garrick saĂ mit Savarro, McBride und Ramirez in einem abgeschotteten Besprechungsraum. Die beiden Ermittler hatten die beiden Mitglieder der Katana in knappen Worten auf den Stand der Untersuchungen gebracht. Bislang gab es nur einige beschlagnahmte Pakete mit Uniformen, RĂŒstungen und leichteren Waffen. Der Schmuggler war der erste Fish, der ihnen ins Netz gegangen war. Aber auĂer seiner Aussage bot er keine weiteren Ansatzpunkte. Also galt der Spur der Sternenflottenangehörigen, die darin verwickelt sein sollten, ihr Hauptaugenmerk. An dieser Stelle war Captain Andersson aufgesprungen. âIch glaube immer noch nicht, dass uns dieser Schurke einfach ein Stöckchen hinhĂ€lt, und wir springen drĂŒber. Ich bin immer noch ĂŒberzeugt, dass meine Kameraden hier ein reines Gewissen haben!â âDas ist der Grund, weshalb wir ungern AuĂenstehende hinzuziehen: emotionale Verwicklungen. Es erschwert unsere Arbeit. Aber glauben Sie mir, wenn ich sage, dass ich den Kerl ordentlich in die Mangel genommen und auf links gedreht habe. Wenn er mich angelogen hĂ€tte, hĂ€tte ich es erfahren. Lieutenant Commander, Sie wissen, wovon ich rede. Ihre Akte weist einige spektakulĂ€re AufklĂ€rungen auf.â Ramirez nickte. âDie Augen, die Mimik, die Stimme, die Gestik. Unkontrolliert verraten diese Aspekte sehr viel ĂŒber eine Person. Im Verhör geht es darum, zu erreichen, dass der Verhörte seine Reaktionen nicht mehr kontrolliert. Irgendetwas, was ihn letztendlich verrĂ€t.â âSehr bildlich erklĂ€rt. Und ohne angeben zu wollen, kann ich doch sagen, dass ich ein Meister darin bin. Ich habe ihn auseinander genommen und kann Ihnen versichern, dass er die Wahrheit sagt, bzw. genauer gesagt, das, was er fĂŒr dir Wahrheit hĂ€lt.â âSehen Sie! Das meine ich! Ich glaube nicht, dass jemand aus der Sternenflotte sowas tut!â âIch habe gute Menschen schon viel schlimmere Dinge tun sehen.â, entgegnete Savarro ruhig. Sein Kollege schaltete sich ein. âCaptain Andersson. Ich verstehe, dass Ihnen dieser Auftrag nicht gefĂ€llt. Und auch wir hĂ€tten lieber, bitte entschuldigen Sie die harten Worte, ausgebildetes Personal. Nur steht uns das nicht zur VerfĂŒgung. Sie und Ihre Crew ist sauber. Also nehmen wir, was wir kriegen können.â âWie auch die Schmuggler.â, entgegnete Garrick mĂŒrrisch. McBride sah ihn einen Moment an, sagte aber kein Wort. Seine Erscheinung wirkte verweichlicht, sein Gesicht strahlte Schlafmangel aus. Aber Andersson war nicht entgangen, wie wachsam sein Blick war und wie geschmeidig seine Bewegungen waren. Dieser Mann war definitiv viel gefĂ€hrlicher, als er zu sein schien. In diesem Moment schien er abzuwĂ€gen, ob Garrick ein Risiko fĂŒr seine Ermittlungen werden könnte. âIch hatte sowohl Captain Alizondo und als Admiral Cunningham meine volle Kooperation zugesichert.â, beeilte sich Garrick daher klarzustellen. âDas ist gut. Und wir wollen Ihre Zeit auch nicht ĂŒberstrapazieren. Weder jetzt noch wĂ€hrend der Ermittlungen. Wir benötigen ein Dutzend SicherheitskrĂ€fte, die uns direkt bei den Ermittlungen unterstĂŒtzen, dazu ein weiteres Dutzend in Bereitschaft. Und wir brauchen Sie, Mister Ramirez. Sie kennen die Leute und die Station.â McBride machte eine kurze Pause, die Ramirez nicht entgangen war. âWas benötigen Sie noch?â âEs könnte dazu kommen, dass wir jemanden einschleusen mĂŒssen, um den Ring von innen zu sprengen. Das sollte keiner von Ihren Sicherheitsleuten sein.â Andersson und Ramirez sahen sich an. âSulik vielleicht? Er ist öfters schon mit Obrigkeiten zusammengerasselt.â âSie meinen den Piloten?â, unterbrach Savarro den Gedankengang. âZu bekannt, zu auffĂ€llig. Wenn wir ihn in die NĂ€he bringen wĂŒrden, wĂ€re er fĂŒr die anderen wie ein Leuchtturm im Dunkeln. Sie wĂŒrden sich eher zurĂŒckziehen. Wir brĂ€uchten jemanden UnauffĂ€lliges aus der zweiten oder dritten Reihe. Lieutenant Commander Ramirez, vielleicht fĂ€llt Ihnen ja noch jemand ein, der geeignet wĂ€re.â âIch will bei der Auswahl dabei sein. Es sind meine Leute, ĂŒber die da entschieden wird!â Garrick hatte das vage GefĂŒhl, in den letzten Minuten ausmanövriert worden zu sein. Und das schmeckte ihm gar nicht. âWenn jemand auf Undercover-Mission geschickt wird, fĂ€llt das immer noch in meine ZustĂ€ndigkeit.â âNatĂŒrlich, Captain. Aber vorerst steht das ja noch nicht auf der Tagesordnung. Erst einmal machen wir unsere Polizeiarbeit.â ---- Auf der Cockpit-Konsole vor ihm beobachtete Lew Sulik die Geschehnisse in groĂer Entfernung. Dort beharkten sich schon seit lĂ€ngerem die JĂ€ger der USS Kosciuszko und USS Von Steuben gegenseitig in einem Raumkampf bei Impulsgeschwindigkeit. In kompakter Formation versuchten die Azrael-VerbĂ€nde der Kosciuszko Jagdbombern gleich zur Von Steuben durchzubrechen, wĂ€hrend ihr Jagdschutz in groĂrĂ€umigen KleinverbĂ€nden die Spitfire-Verteidiger abwehrten. Alles in allem Standardtaktiken und ĂŒbliche Strategien, die bereits lange theoretisch entwickelt worden waren, aber bisher abgesehen von Manövern nie im Einsatz erprobt werden konnten. Auf Grund der vergleichbaren Taktik und der gleichen Technik war nun zwischen beiden gegnerischen VerbĂ€nden eine Pattsituation entstanden, und keine der beiden Seiten konnte einen Vorteil erringen. Lew trommelte nervös auf seiner Armlehne, denn ungeduldig wartete er auf den Einsatzbefehl seiner Reserveeinheit von der Flugeinsatzzentrale der Kosciuszko. Es war aufgrund der Situation auf dem Schlachtfeld offensichtlich, dass nun die Von Steuben ihre bisher zurĂŒckgehaltenen Azrael-Fighter einsetzen konnte, um nun ihrerseits das gegnerische Schiff anzugreifen. Alle anderen Spitfires der Kosciuszko waren im Hauptkampf gebunden und wegen einer taktischen FehleinschĂ€tzung des Flight-Commanders war die gemischte Einheit von Lieutenant Commander Sulik, die 1. JAW der Katana auf einen Kurs auf die andere Seite des Sternensystems beordert worden. Zwischen dem Hauptgefecht beider Schiffe und dem 1. JAW lagen nun die beiden Sonnen des Systems. Zwar konnte Lew seine Einheit, wie vermutlich vom Captain der Kosciuszko vorgesehen, um das Zentrum des Systems herum fĂŒhren und den Gegner von hinten angreifen, aber die Zeit dazu war knapp. Als er ĂŒber Subraum endlich den erwartenden Befehl von der Kosciuszko erhielt, analysierte der GeschwaderfĂŒhrer der Katana schnell die Situation auf dem Schlachtfeld. Mit den Sensoren war zu erkennen, dass auf der Von Steuben in KĂŒrze ein erster Pulk an Azrael-Fightern starten wĂŒrde, vermutlich zum Direktangriff auf die Kosciuszko. Nach seiner EinschĂ€tzung blieb fĂŒr seinen Verband keine Zeit mehr ĂŒber einer der Standardrouten um das Sonnenzentrum herum diesen Angriff abzuwehren. Eine kurze Computerberechnung bestĂ€tigte seine Bewertung der Lage. FĂŒr einen Moment spielte er mit dem Gedanken, mit dem Geschwader mitten durch das Baaryzentrum zu brechen, was jedoch ein hohes Risiko bedeuten wĂŒrde. Dann gab jedoch andere Befehle: Hier Rot-1 an gesamtes JAW. Wir fliegen in Doppelpfeil Formation auf Kurs 035-045-404 auf Position 510.149.498. Dort Formation auflösen und unterschiedlich Kurs nehmen. Staffel-Rot greift feindliche Azrael-Fighter an. Staffel-Gelb attackiert direkt die Von Steuben.â âHier Gelb-1 an Rot-1â, rief Mark de Boer ĂŒber den Audiokanal der Subraum-Transmission, kurz davor die Funkdisziplin vergessend: âDer Kurs fĂŒhrt uns verdammt nah an das unmittelbare Gravitationsfeld der Doppelsterne heran!" âIch habe das alles genau berechnet. Es ist knapp aber noch alles im Sicherenbereich!", beschwichtigte Lew: "Ihr mĂŒsst genau den von mir vorgebenden Kurs einhalten, dann nutzen wir die Gravitation beider Sterne sogar zur Beschleunigung.â Noch wĂ€hrend das Geschwader von Lieutenant Commander Sulik den neu programmierten Kurs aufnahm, murmelte der Pilot de Boer durch den Audiokanal: âWenigstens fliegen wir nicht mitten druch das Baryzentrum... du verrĂŒckter Hund!" ---- Sie hatten eben die gemeinsame Formation aufgeben und sich ihren jeweiligen Zielen zugewandt, als die Spitfire von Lew in losem Formationsflug auf die Azrael-Fighter der von Steuben trafen. Die Azraels von Mark waren an anderer Stelle gerade dabei, die Von Steuben anzugreifen, wĂ€hrend die einzelne Staffel von der Von Steuben in Pulkformation einen Kurs um das Hauptgeschehen herum auf die Kosciuszko einschlug. Sofort gab der StaffelfĂŒhrer Sulik den Angriffsbefehl, und seine Fighter stĂŒrzten sich auf die gegnerischen Jagdbomber, um sie mit Phasern und Kleintorpedos zu befeuern. Zwischen dem Abwehrfeuer der gegnerischen Akira-Klasse hindurch manövrierend nĂ€herten sie sich den feindlichen Azraels. Doch sie hatten gerade mit ihrem Angriff begonnen, als sie von einem unerwarteten Jagdschutz aus dem Hinterhalt ĂŒberrascht wurden. Zwei SchwĂ€rme aus Spitfiren machten nun ihrerseits Jagd auf Lews Fighter. Dieser fluchte ebenso wĂŒtend wie verwundert: âVerdammt, wo kommen die denn her...â Er Ă€rgerte sich noch ĂŒber diese Ăberraschung, bis ihm klar, wurde, dass diese aus dem Heckausgang des Hangars der Von Steuben kommen musste. Ihm war ein klassischer Fehler unterlaufen: Er hatte eine wesentliche Eigenschaft des Gegners ĂŒbersehen, nĂ€mlich seine Fighter von zwei verschiedenen AusgĂ€ngen aus starten lassen zu können. Umgehend gab er de Boers JĂ€ger neue Befehle: âRot-1 an Gelb-1. PrioritĂ€t hat der Heckhangar!â Mit VerblĂŒffung und noch mehr Wut im Bauch, sah Lew Sulik, wie sich seine Leute von dem gegnerischen Jagdschutz aus dem Konzept bringen lieĂen. Anstatt die Azraels der Von Steuben zu attackieren, gingen sie direkt zum Gegenangriff auf ihre feindliche Pendants ĂŒber. Wieder die Funkdisziplin ĂŒbergehend schrie Lew regelrecht ĂŒber den Audio-Subraumkanal: âKonzentriert euch auf die verdammten Jagdbomber!â Dann fasste er seine Befehle wieder kurz: âRottenformation einnehmen. RottenfĂŒhrer mit Angriff auf PrimĂ€rziele. FlĂŒgelmĂ€nner feindliche Angriffe abwehren.â Um dann wieder hinterher zu werfen: âHab ich euch denn gar nichts beigebracht?â }}
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